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Chronik
TSV Berg 1959 e.V.
Bereits
nach dem ersten Weltkrieg hatte man einen Sportverein in Berg, der
aber mit den Problemen seinerzeit kein langes Dasein hatte. Einige
Sportfreunde hatten sich zu einer Fußballballmannschaft zusammengeschlossen.
Gespielt wurde auf einer Wiese in der Nähe des Festplatzes des heutigen
Bergfestes auf der BergerKuppe.
Sportausrüstung,
war kaum zu beschaffen, und fast nicht erschwinglich. Die Fahrten
zu den Auswärtsspielen mußten mit dem Fahrrad bestritten werden. Die
Entwicklung des heutigen Vereines zeichnet sich bereits im Jahr 1957
ab. Es wurden Fußballspiele gegen umliegende Ortsteile ausgetragen,
z.B. gegen Staig, Niederbiegen etc., die auch keinen Sportverein hatten.
Den Ausschlag zur Gründung eines Vereines gab dann ein Fußballspiel
Weiler gegen Vorberg. Die Spiele wurden meist in Weiler ausgetragen,
im Weiler Ried steckte man als Tore 2 Stangen, befestigte als Latte
eine Schnur evtl. mußte man noch vorher das Vieh von der Wiese treiben.
Die Fussballschuhe waren klobig, meist hatte man kein geeignetes Schuhwerk,
doch es gab ja einen Fußballbegeisterten Schuhmacher, den Otto Moosmann
in Berg, man brachte ihm ein Paar alte Stiefel, auf die er Stollen
aufbrachte. Zudem war er meist bei diesen Spielen Schiedsrichter.
Eine
der ersten Berger
Fußballmannschaften vor
Vereinsgründung im
lahre 1956/57
Die Spieler, stehend von
links: Knitz Elmar, Beer
Adelbert, Haunsberger
Manfred, Eigner Albert,
Birkenmeier Hans, Waiz
Juergen, Hoffmann Sepp;
knieend von links:
Fischer Ossi, Kesenheimer, Karl, Schlachter Eberhart, Werb Richard
Im
Jahre 1959 wurde am 22.08.1959 die Gründung des Vereines vollzogen.
Die
Gründungsmitglieder waren:
Dr. Lambert, S. Winter, O. Müller, W Grassinger, O. Moosmann,
1. Zerfass, K. Geier, E. Eberhard, Nagl, A. Gälle, O. Lehn,
W. Mager, H. Briemle, Pfeiffer, B. Wiggenhauser, A. Zembrod,
K. Wellhäuser, F. Hahn, Ph. Huber, J. Hofmann, J. König, S. Müller,
H. Weingold, R. Werb, E. Knitz, W Böhmer, G. Kehrte, W. Köberle, A.
Heer.
Protokoll
über die Konstituierung eines Sportvereins in der Gemeinde Berg
(Weiler Gde. Berg, den 22.08.1959)
Die
schriftliche Einladung, die von den 3 Initiatoren Herrn Oberlehrer
Müller, Herrn Willi Köberle und Herrn Willy Grassinger unterschrieben
an sportbegeisterte Freunde gerichtet war und mit den Worten begann,
"Es ist so weit!", führte etwa 30 Personen in der Gastwirtschaft
"zum Hirsch" in Weiler zusammen. Es ist geplant, einen Sportverein
zu gründen. Herr Willy Grassinger eröffnete den Abend und begrüßte
die Anwesenden im Namen des Sports. Er verstand es, die Begeisterung,
für den Sport wachzurufen und die Zuhörer davon zu überzeugen, daß
es durch den Zusammenschluß der Sporttreibenden in einem Verein, der
der Dachorganisation angeschlossen ist, möglich ist, auf breiter Ebene
vernünftig Sport zu treiben. Er legte daher die Mustersatzung des
Wuertt. Landessportbundes e.V der heutigen Konstituierung zu Grunde.
Die Versammlung erklärte sich hiermit einverstanden. Seine einleitenden
Worte beendet er mit der allgemein gültigen Feststellung: Die intensive
Mitarbeit, getragen von den Idealen des Turn und Sportgedankens, sind
die gesunden Grundlagen für den Bestand eines guten Vereins. Anschliessend
bat er die Herren Dr. Lambert, Oberlehrer Müller und Bürgermeister
Winter Kurzreferate zu halten über die gesundheitliche bzw. erzieherische
und gemeindekulturelle Bedeutung des Sports. Herr Dr. Lambert schilderte
in seinem Referat die Notwendigkeit des Sports für die arbeitende
Bevölkerung in der Landwirtschaft und den Betrieben. Gesundes Turnen
und vernünftiger Sport sind nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen
heute mehr denn je die notwendige Entspannung von der zeitbedingten
Beanspruchung des menschlichen Körpers durch die Unrast der schnellebigen
Zeit. Herr Oberlehrer Müller verstand es, die Idee der Leibeserziehung
von der Warte des Pädagogen in treffenden Sätzen herauszustellen.
Sein Hauptanliegen war, der Versammlung mit mahnender Stimme den Wert
des Sports als Freizeitgestaltung und Körpererziehung insbesondere
für die lugend in allen Jahreszeiten darzulegen. Sein Referat gipfelte
in den Worten:"In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!"
Herr Bürgermeister Winter faßte in netter Weise die vorausgegangenen
Referate in ihrem Grundgedanken auf und beleuchtete diese mit treffenden
Worten. Er sagte unter anderem: "Ein Turn und Sportverein ist gemeinnützig
und dient der Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit
der Allgemeinheit, insbesondere der Jugend durch Pflege der Leibesübung
und der Kameradschaft, ohne politische oder religioese Zwecke.
Der
Verein soll auch eine kulturelle Stätte sein in dem sich alle Stände
der Gemeinde treffen und beteiligen können." Er sicherte dem
Verein die Unterstützung der Gemeinde zu. In der nun folgenden Pause
wurde eine Liste durchgegeben, in die sich die Gründungsmitglieder
eintragen konnten. Sie zählte am Ende
30 Unterschriften = Mitglieder. Es folgte nun die Wahl eines Ausschusses
bzw. Vorstandes. Von der Versammlung wurde Bürgermeister Sigmund Winter
zum Wahlleiter bestimmt, als Beisitzer fungierte Herr Otto Moosmann
von Berg.
Die
Anwesenden waren einstimmig für die Wahl durch Akklamation. Vorstand
wurde Dr. med. Josef Lambert, Ettishofen. Er wurde einstimmig gewählt.
Als Jugendleiter ist Herr Oberlehrer Müller und Herr Bürgermeister
Winter vorgeschlagen worden. Nach kurzer Diskussion wurde Herr Oberlehrer
Müller einstimmig zum Tugendleiter gewählt. Herr Grassinger schlug
nun vor, einen Organisationsleiter zu wählen, dem die juristischen
Angelegenheiten, das Werbe und Pressewesen des Vereins unterliegt.
Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben sind Bürgermeister Winter und Herr
Grassinger vorgeschlagen worden. Mit einer Gegenstimme ist Bürgermeister
Winter gewählt worden. Als z. Vorstand wurden vorgeschlagen: die Herren
Grassingen Willi Köberle und Otto Moosmann. Nach kurzer Aussprache
wählte die Versammlung Herrn Willy Grassinger einstimmig zum z. Vorstand.
Nun war ein Schriftführer zu wählen. Es wurden die Herren Hermann
Briemle und Karl Wellhäusser hierfür vorgeschlagen. Im Anschluss an
einen kurzen Wortwechsel ist Wellhäusser einstimmig gewählt worden.
Für die Aufgaben des Sport, Platz und Geraetewartes wurde Herr Willi
Köberle vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Als Kassierer schlug
die Versammlung die Herren Erwin Eberhart und Albert Heer vor. In
der damit verbundenen Diskussion war die Rede davon, daß einem Kassierer
nicht zuzumuten sei, die Mitgliedsbeiträge in der stark parzellierten
Gemeinde alleine zu kassieren. Dem nun zu wählenden Haupkassierer
wurde schon vor der Wahl die Einsetzung von Nebenkassierern zugesichert.
Darauf wurde Herr Albert Heer in Weiler einstimmig zum Haupkassierer
gewählt. Zu Revisoren wurden die durch Zuruf vorgeschlagenen Herren
Otto Moosmann, Albert Zembrod und Walter Böhmer von der Versammlung
ebenfalls einstimmig gewählt. Alle in die Vorstandschaft des Vereins
gewählten nahmen die Wahl an. Es sind folgende Herren:
1.
Vorstand: Dr. med Josef Lambert, Ettishofen
2. Vorstand: Willy Grassinger, Vorberg
Organisationsleiter: Bürgermeister Sigmund Winter, Berg
Jugendleiter: Oberlehrer Otto Müller, Berg
Schriftführer: Karl Wellhäusser, Inntobel
Kassierer: Albert Heer, Weiler
Sportwart: Willi Köberle, Weiler
Im
Anschluss an die Wahl folgte eine längere Diskussion über die Namensführung
des Vereins. Ursprünglich bestand die Ansicht, die übliche Bezeichnung
Turn und Sportverein zu führen. Ein anderer Vorschlag wünschte
den Namen des früheren SV Berg (Sportverein Berg) beizubehalten, wobei
es am Ende verblieb. Über das eventuell künftige führende Wappen,
sowie über die Höhe der Vereinsbeiträge sind noch keine konkrete Vorschläge
eingegangen. Darüber soll zu einem späteren Zeitpunkt beraten und
beschlossen werden. Abschließend dankt Herr Grassinger den Anwesenden
für die rege Mitarbeit und das durch ihr Erscheinen gezeigte Interesse
an der Sache. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der Abend
aus.
Der
Vorstand Dr. Lambert stellte einen Platz
in Ettishofen dem heutigen Sportplatz zur Verfügung, eine alte Holzbaracke
wurde am Sportplatz wieder aufgestellt, eine Wasserleitung gezogen,
und schon konnte der Spielbetrieb beginnen. Die Organisation des Spielbetriebes
übernahmen Willi Grassinger und . Hoffmann, Spielführer war Koenig.
Das erste Spiel wurde in Vogt gleich erfolgreich bestritten, man gewann
dort in einem Pokalspiel, die erste Zeit hatte man keinen sehr großen
Erfolg. Durch den Zugang einiger Spieler aus umliegenden Orten gab
es im Jahre 1962 den ersten Aufschwung und man wurde Meister in der
Saison 1962/63 der C-Klasse. In diesem Jahr wurde die bestehende Holzbaracke
angebaut. Es entstanden ein Duschraum und Toiletten. Der Jugendspielbetrieb
mußte in diesem Jahr aus Spielermangel wieder eingestellt werden.
(D-C Jugend), da einige Spieler auf dem elterlichem Hof mithelfen
mußten. Im Jahr 1964 wurde Bürgermeister Winter I. Vorstand, Herwig
Nagl wurde Abtl. Leiter, Spielführer war Siegfried Müller. In der
B-Klasse konnte man sich behaupten, wenn auch in der unteren Tabellenhälfte.
Die Trainingsmöglichkeiten waren vor allem im Winter nicht optimal.
Am Platz war keine Beleuchtung, zeitweise trainierte man im Abbinderaum
der Zimmerei Briemle in Weiler, die auch Vereinslokal war. Egal ob
im Sägemehl oder in Hobelspänen, man konnte trainieren. Dies verbesserte
sich, als das Schulhaus in Berg gebaut wurde und man einen kleinen
Gymnastikraum zur Verfügung hatte. Fast jedes Jahr hatte man einen
neuen Trainer. Zunächst B. Nickendei der mit der Mannscha ft
Meister wurde, ein Kuriosum, denn er trainierte gleichzeitig in Althausen,
und war am Spieltag nicht bei der Mannschaft. Desweiteren waren König
A., Buchmaier B., Böttge, Burkhard, Klein, Martin als Trainer tätig.
Im Jahr 1967 wurde ein neuer Vorstand gewaehlt. Herwig Nagl führte
den Verein, als Abteilungsleiter kam Roland Roos. In dieser Zeit wurde
eine Flutlichtanlage erstellt, nachdem die Gde.Verwaltung die Kosten
der in Eigenleistung erstellten Anlage übernahm. Diese Tatsache gab
nun die Möglichkeit einen ordentlichen Trainingsbetrieb durchzuführen.
In dieser Zeit beschäftigte man sich auch den Nachwuchs wieder mobil
zu machen. Im Jahr 1970 organisierten
S. Horcher, M. Altenhof, S. Oszipok, E. Hackel einen Jugendspielbetrieb
der dann auch bald die ersten Erfolge hatte. Der Verein wurde erweitert
mit der Tischtennisgruppe und Frauenturnen. Diese Gruppe führte Frau
Pfau 10 Jahre. Die Leichtathletikjugend organisierte H.v. Bank, hinzu
kamen eine Senioren-Turngruppe, Männer-Jedermannsport, Horst v Bank
wurde 1971 I. Vorstand. In diesem Jahr gab es im Fußballbereich einen
großen Umbruch, einige Spieler gaben den aktiven Sport auf, und formierten
sich zu einer AHMannschaft.
AH-Mannschaft
in den 70er Jahren
stehend
von links: Kunze, Hahn, v. Bank, Tummoscheid, Eigner, Boettge, Burkart
Knieend von links: Roos W., Roos R., Müller, Altenhof, Ligend: Huber
Eines
der ersten Spiele wurde in Altshausen ausgetragen, der damalige Couch
B. Böttge hatte bei diesem Spiel einige Auswechselspieler, er selbst
spielte auch mit. Während des Spieles unterbrach der Schiedsrichter
das Spiel, zählte die Berger Spieler und stellte fest, es waren 14
auf dem Platz. Zwar hatte der Couch bestimmt, wer wechseln sollte,
aber anscheinend ging keiner vom Platz.
Malte
Geddert übernahm 1972 den Vorsitz des Vereins. Abtl. Leiter war
G. Tummoscheit, der dann wieder von Georg Eisele abgelöst wurde. In
dieser Zeit mußte man aus der B-Klasse absteigen, einen erneuten Aufschwung
gab es als
R. Steinmaßl 1975 als Trainer und Abteilungsleiter fungierte. In dieser
Zeit wurde ein zweiter Sportplatz in Eigenleistung erstellt. Er war
auch Initiator des Fleckenturnieres des TSV Berg, sein Anliegen war
es auch, das bestehende Sportheim zu erweitern oder ein Neues zu erstellen.
Man formierte sich zu einem Bauausschuss und plante unter der Regie
von Malte Geddert ein neues Sportheim. Der Bau wurde im Jahre 1978
begonnen. Siegfried Oszipok war Abtl. Leiter Fussball. Nach erster
Euphorie waren die notwendigen Helfer in ihrem Eifer etwas träger,
gut daß man schon eine AH-Mannschaft hatte, in deren Reihen die Leute
waren, die nun forciert ans Werk gingen. Aus dieser Überlegung wurde
Roland Roos zum Abtl. Leiter ernannt, und gab mit seinem Engagement
die nötigen Impulse, das begonnene Werk fortzusetzen. Sportlich ging
es stetig aufwärts. Man hatte in Peter Schädler einen Trainer verpflichtet,
der zusammen mit dem Abtl. Leiter und Spielausschuß gute Arbeit leistete.
Er engagierte sich enorm und hatte mit seinen Ideen und seinem Organisationstalent
massgeblich Anteil an der Verbesserung des Vereinsgeschehens.
Mit
Unterstützung der Berger Firmen und Gde.Verwaltung erstellte man fast
in Eigenleistung ein schönes Vereinsheim mit Wohnung, Gaststätte,
Umkleideräumen und einem Jugendraum. Stolz weihte man 1979 das gelungene
Werk ein. Endlich hatte man eine Basis auch im gesellschaftlichen
Bereich.
Das
Glück war perfekt, als man durch Auslosung im Jahr 1980 die Austragung
des Schussenpokals zugesprochen bekam. Obwohl durch die Bausache fast
erschöpft, organisierte man in Teamarbeit dieses Turnier, und es wurde
sportlich (TSV Berg wurde 2. Sieger) und insgesamt ein voller Erfolg,
auch in der Öffentlichkeitsarbeit.
Schussenpokal
1980 in Berg
Die
Mannschaft des Endspiels SV Oberzell (weiss) und TSV Berg (schwarz)
bei der Siegerehrung mit Landrat Dr. Blaser und Bürgermeister Winter,
das der SV Oberzell knapp gewann.
In
diesem Jahr übernahm Georg Lämmer die Fußballabteilung und setzte
die Arbeit zusammen mit dem Spiel-Ausschuß Horcher, Nagl, Füreder
und dem Trainer
P. Schädler erfolgreich fort. Der ganz große Durchbruch gelang im
Jahr 1983. Die erste Mannschaft wurde Meister der Kreisliga B und
stieg im Jubiläumsjahr in die Kreisliga A auf. Gleich plante man wieder
große Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums. Auf Initiative des
Trainers Peter Schädler plante man als Höhepunkt und Öffentlichkeitsveranstaltung
ein für unseren Verein einmaliges Spiel.
Die Uwe Seeler-Mannschaft wurde verpflichtet, ein sicher für
die Organisation großes Vorhaben, aber in echter Teamarbeit ging man
ans Werk und hoffte eine optimale Veranstaltung anbieten zu können.
25
Jahre TSV Berg 1984
Die
groesste Veranstaltung in der Vereinsgeschichte war das Fußballspiel
der Uwe Seeler Traditionsmannschaft (rot) gegen eine Oberschwabenauswahl
(weiss/blau) vor 4500 Zuschauern im Stadion des TSB Ravensburg.
Uwe
Seeler gibt sich die Ehre.
Uwe
Seeler ließ es sich nicht nehmen, den F-Jugenspielern (bis 8 Jahre)
des TSV Berg (rot/weiss) persönlich zur Erringung der Kreismeisterschaft
1984 zu gratulieren.
Die
Jahreshauptversammlung am 30.03.84 hatte einen geplanten Wechsel in
der Vorstandschaft war zur Folge. Nach 25 jähriger Tätigkeit im TSV
Berg stellten Albert Heer (Kassierer) und Herwig Nagl ihr Amt zur
Verfügung. Der seit 1972 tätige l. Vorstand ebenso,
aber geordnet und nicht in allen Vereinen möglich, präsentierte er
gleich als l. Vorstand Edwin Gmeinder, als 2. Vorstand Peter
Schädler, Kassierer Helmut Vogel, sowie den Jugendleiter Hans Schneider,
den Schriftführer Albert Haussmann, Abteilungsleiter-Turnen Günther
Bühler (für Erika Betz), Edeltraut Steinmassl als Frauenwartin (für
Bärbel Golle), Abteilungsleiter Tischtennis Rudi Rösch. Somit war
die Vorstandschaft wieder komplett.
In der Ära von Vorstand Edwin Gmeinder von 1984-1990 boomte der Verein
unheimlich. Öffentlichkeitsarbeit war angesagt. In kürzester Zeit
verdoppelte sich die Mitgliederzahl auf annähernd 700. Vor allem gelang
es ihm, die Neubürger im Verein zu integrieren, auch durch den Aufbau
der Abteilung Ski und Wandern. Erster Abteilungsleiter wurde hier
Günther Schiel. Auch die Abteilung Tischtennis erlebte einen Run und
so konnten Jugend, Damen und Herren am Spielbetrieb teilnehmen. Der
Herrenmannschaft gelang es zwei Meisterschaften zu erringen. Außerdem
formierte sich eine Badmintongruppe. Die Sparte Turnen wurde erweitert
durch Mutter- und Kindturnen, sowie Jazztanzgruppen.
Die Fußballjugend wurde unter Stefan Horcher zu einer Fußballgröße
im Bezirk Bodensee. Zahlreiche Meisterschaften wurden errungen und
die Berger Fußballjugend stieg überall in die höchsten Spielklassen
auf.
Nach dem Abstieg der l. Fußballmannschaft gab Peter Schädler sein
Amt als 2. Vorsitzender auf und wurde wieder Trainer. Zusammen mit
Abteilungsleiter Günther Krause gelang ihm der baldige Wiederaufstieg.
Roland Roos rückte als 2. Vorsitzender nach. Vorbei war auch die Zeit,
da man beim Jahresabschluß rote Zahlen schrieb. Durch die Neugestaltung
der Satzung konnte man viele Türen für Zuschüsse öffnen. Auch der
Jahresbeitrag wurde den umliegenden Vereinen angeglichen. Der Verein
gewann durch seine Aktivitäten in der Öffentlichkeit an Ansehen und
stand im Mittelpunkt des Gemeindelebens. Auf Initiative von Vorstand
Edwin Gmeinder und Unterstützung seiner Vorstandkollegen wurde das
Brunnenfest ins Leben gerufen, "Spiel ohne Grenzen" für örtliche
Vereine und Ortsmeisterschaften im Fußball und Tischtennis durchgefuehrt.
Die Glas und Papiersammlungen wurden intensiviert. Veranstaltungen
und Feste für die Jugend, wie öffentliche Weihnachtsfeier in der Gemeindehalle
und internationale Turniere wurden abgehalten. Der Verein stand auf
einmal auf zwei gesunden Füßen und konnte somit wieder investieren.
Das Sportheim wurde erweitert und eine weitere Garage erstellt. Mir
Hilfe der Gemeinde wurden die Sportplätze saniert. Bei der Jahreshauptversammlung
im Jahre 1990 wurden die Rollen vertauscht. Roland Roos übernahm den
Vorsitz, Edwin Gmeinder wurde sein Stellvertreter. Es wurde der erste
Vereinsbus für die Jugendabteilung gekauft. Gleichzeitig wurde das
Sportheim als jugendfreundliche Gaststätte ausgezeichnet. Eine überdachte
Terrasse wurde an das Sportheim angebaut, sowie die Umkleideräume
umgestaltet.
Die
Datenverwaltung wurde eingeführt, was eine erhebliche Erleichterung
fuer die Arbeit des Kassierers und Schriftführers bedeutete. Der alte
Ballfang beim Hauptspielfeld wurde abgerissen, eine Zuschauerbarriere
erstellt und dahinter eine lebende Hecke gepflanzt. Der Verein hatte
nun die Möglichkeit, durch Werbetafeln an Sponsorengelder zu gelangen.
Da man genügend Sponsoren fand, wurde gleichzeitig ein Vereins-INFO
ins Leben gerufen, in dem man auch den Verein darstellen konnte. Sportlich
mußte man leider im jähre 1991 den Abstieg der l. Fußballmannschaft
verkraften und es konnte auch keine aktive Tischtennismannschaft mehr
gestellt werden. Dafür gab es unter dem neuen lugendleiter lürgen
Dressel einige Meisterschaften im Jugenfußball zu feiern.
1993
begann Kim Gmeinder eine neue Tischtennisjugendabteilung aufzubauen.
Die Erfolge stellten sich rasch ein, die Mannschaften stiegen bis
in die höchsten Spielklassen im Bezirk Bodensee/Allgäu auf. Im lahre
1994 wurde anläßlich des Weltkindertages zusammen mit dem Kreisjugendring
ein großes Kinderfest veranstaltet. Im selben lahr beteiligte sich
der Verein an der 900 Jahrfeier der Gemeinde Berg. Im Jahr 1996 wurde
ein Förderverein im TSV Berg gegründet, der aber leider bis heute
nur auf dem Papier existiert. Der Breitensport im Verein wurde durch
eine Volleyballgruppe erweitert. Ende 1996 schied Roland Roos aus
gesundheitlichen Gründen aus der Vorstandschaft aus. So rückte nochmals
Edwin Gmeinder an die Vereinsspitze. Er fand in Georg Fischer einen
sehr engagierten Stellvertreter und in Christine Amann, Thomas Bausch
und Thomas Fetscher neue Funktionäre, die dem Verein wieder Impulse
geben können.
Fußballer
einmal anders.
Die l. Mannschaft als Aufsteiger in die Kreisliga A und die Reserve
als Meister im Spieljahr 96/97 beim Empfang der Gemeinde Berg.l. Reihe
rechts: Bürgermeister Helmut Grieb
Bei
Erika Seyfried liegt die Turnerabteilung seit 8 jähren in besten Händen.
Stetig ist Sie auf Suche nach Neuem. So wurde der Breitensport im
Jubiläumsjahr durch die Gruppen Aerobic und Problemzonengymnastik
erweitert. Die rührige Abteilung Ski/Wandern vermißt den Nachwuchs,
den auch der langjährige Abteilungsleiter Lothar Fritz bisher nicht
gefunden hat. Edda Rösch hingegen ist dies gelungen. Sie gibt ihr
Abteilungsamt an Kim Gmeinder ab. Die gute Jugendarbeit macht sich
belohnt. Mit vielen eigenen jungen Spielern stieg die I. Fußballmannschaft
mit Trainer Bernd Seiler im Jahre 1997 wieder in die Kreisliga A auf.
Roland Häussler schaffte mit der Reserve sogar den Meistertitel. Die
"Alten" im Tischtennis wurden nochmals Meister in der Hobbyrunde.
Die Fußballjugend konnte im Jahre 1998 ihren bisher größten Erfolg
feiern. Die A-Jugend wurde Bezirksmeister.
Mit
seinen inzwischen 800 Mitgliedern hofft der Verein auch im neuen Jahrtausend
Akzente zu setzen.
Mädchen
D- und B- Mannschaft
mit ihren Trainerinnen
Christine Amann (rechts) und Daniela Eberhart (links)
Tischtennisjugend
1999
Von
links: Stefan Heer, Bernd Sauter, Stephan Leichtle, lürgen Pauer,
Bernd Michel, Nico Zwaller, Karl-Heinz Bentele und Marcus Schmid.
Auf dem Bild fehlen: Robert Amann, Matthias Müller, Peter Schwarzkopf
und Trainer Kim Gmeinder.
Ein
Teil der AH Mannschaft 1999
Stehend
von links: Uwe Lieske, Uli Amann, Karl Schunger, Siegfried Keller,
Hans-Peter Hirthammer, Hans Römer. Sitzend von links: Edwin Gmeinder,
Thomas Kesenheimer, Martin lung, Thomas Bausch, Günther Schreiber
AH-Fussball
Im lahre 1971 gab es die erste AH Mannschaft (Spieler über 30
lahre) im TSV Berg. Zu Beginn der 80er Jahre hatte man die größten
Erfolge, als man eine der stärksten Mannschaften im Bezirk Bodensee
stellte. Zu dieser Zeit wurden jährlich ca. 50 Spiele ausgetragen.
Ein großer Teil dieser Spieler spielt heute noch. Da aber die jüngeren
AH Spieler fehlten, hatte man gegen andere Mannschaften in den letzten
Jahren kaum mehr eine Siegchance, da diese Mannschaften im Schnitt
mindestens 10 lahre jünger waren. Im Jubiläurnsjahr sind nun endlich
einige aktive Spieler zur AH gekommen, so daß man eine gute AH 30
stellen kann. Die älteren Spieler haben sich zu einer AH 40 zusammen
gefunden. Bei Kleinfeldturnieren wird sogar schon eine AH 50 gestellt.
Neben dem sportlichen Teil ist bei der AH die Geselligkeit mindestens
gleich wichtig. Jedes Jahr gibt es einen Ausflug, auch mehrtägig.
Maiwanderung, Weihnachtsfeier und das eigene Turnier gehören zum festen
Jahresprogramm neben vielen kleinen Festen.
Neulinge
sind herzlich willkommen. Wir treffen uns jeden Mittwoch um 19.30
Uhr zum Training.
Jugendfußball
Nach der Vereinsgründung lebte der Jugendfußball nur kurz auf.
Im Jahre 1970 waren S. Horcher, M. Altenhof, S. Oszipok und E. Hackel
die Initiatoren, die den Jugendspielbetrieb aufbauten. 1974 konnte
endlich die erste Meisterschaft errungen werden. Dieser starke Jahrgang
erreichte 1978 nochmals eine Meisterschaft. In den 80er Jahren boomte
der Jugendfußball in der Klasse, wie auch in der Masse. Es wurden
zahlreiche Meisterschaften errungen und die einzelnen Mannschaften
spielten fast überall in den höchsten Spielklassen. 1991 übernahm
Jürgen Dressel die Jugendabteilung und führte die gute Arbeit fort.
Erfolge bei Meisterschaften und Turnieren blieben nicht aus. Den bisher
größten Erfolg erzielte man im Jahre 1998 mit dem Bezirksmeistertitel
der A-Jugend. Diese Arbeit macht sich bezahlt, denn die meisten Jugendlichen
blieben dem Verein treu und spielen heute in aktiven Mannschaften.
In der Jugenabteilung wird nicht nur Fußball gespielt. Viele Feste
und Ausflüge werden von den Betreuem organisiert. Auch internationale
Jugendbegegnungen werden/wurdenz.B. mit Dänen, Spaniern und Italienern
durchgeführt. Auch im Jubiläurnsjahr fuhren 50 Jugendliche in den
Pfingstferien für eine Woche nach Spanien. Sorgen gibt es aber leider
auch. Im zurückliegenden Spieljahr mangelte es an Trainern und Betreuern,
so daß man den Spielbetrieb kaum noch aufrecht erhalten konnte. Deshalb
werden dringend Personen gesucht, die sich der Jugendarbeit annehmen.
Die Altersgruppen und Trainingszeiten für das neue Spieljahr werden
im Mitteilungsblatt bekannt gegeben.
Ansprechpartner: Georg Fischer Tel.: 46390

l. Mannschaft 1998-1999
Hintere
Reihe: Masseur Kuhrau Willi, Seiler Bernd, Oelhaf Rainer, Kovac, Andreas,
Schulz lochen, Chiebicki Christof, Bott Christoph, Betreuer Werner
Wolfgang, Steinhardt Udo, Petznick Martin, Vordere Reihe: Deutmarg
Alexander, Köberle jürgen, Brandt Frank, Schläfer Matthias, Riegger
Thomas, Zeller Thomas, Kordeuter Bernd. Es fehlen: Eisebraun Stefan,
Schick Gordon, Schiele Oliver.

II.
Mannschaft 1998-1999
Hintere
Reihe: Breitwieser Bernd, Rundel Dominik, Seybold Lothar, Trainer
Zeller Alfred, Isele Sven, Figel Martin, Schwarzwalder Thomas. Vordere
Reihe: Müller Andreas, Koppmann Sebastian, Begic Raif, Kellenberger
Helmut, Roos Markus, Breitwieser Klaus, Kesenheimer Thomas, Bulling
Michael Liegend: Golle Micheal Es fehlen: Bott Thomas, Ciosses Apostelus,
Gessler Andreas, Gruber Alexander, Kuney Vojko, Beierle Patrik, Rankel
Christian, Rupp Bern, Witzigmann Michael
...to
be continued!
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